Profess-Gottesdienst von Schwester Elise Stawenow

Grußwort von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner an Laetare, Christusbruderschaft Selbitz

Grußwort zur Profess von Schwester Elise

Liebe Priorin Schwester Anna-Maria und  Prior Johannes,
liebe Schwestern und Brüder der Christusbruderschaft,
liebe Mitglieder der Tertiärgemeinschaft,
liebe Anwesende.
Zusammen: liebe Schwestern und Brüder in Christus.

Laetare ist in der Christusbruderschaft der traditionelle Sonntag für eine Profess. Das ist ein sehr passender Sonntag.
Denn zum einen redet der Wochenspruch des Sonntags Laetare von Selbsthingabe: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“
Du, liebe Schwester Elise, gibst Dein Leben hin, willst ganz für Gott leben. Sein Wille zählt, nicht Deiner. Du bist ein Weizenkorn, das in die Erde des Reiches Gottes fällt und dort Frucht bringen wird.

Zum anderen ist der Name des Sonntags Laetare ein Aufruf zur Freude. Laetare: Freut Euch! - Und wir freuen uns heute:
-    Du, liebe Schwester Elise freust Dich über die Klarheit Deines Weges und den Segen, den der dreieinige Gott Dir dafür schenkt.
-    Die Christusbruderschaft freut sich, dass Schwester Elise sich Christus hingegeben hat und diese Hingabe im Orden leben wird. Nachwuchs im Orden ist Grund zum Feiern. Welch eine Bereicherung ist Schwester Elise für Eure Gemeinschaft.
-    Alle hier Anwesenden freuen sich, weil sie mit Dir, liebe Schwester Elise und/oder mit dem Orden verbunden sind.
-    Und unsere Kirche, für die ich heute spreche, freut sich. Denn die Christusbruderschaft ist ein Quellort geistlicher Vertiefung und Erneuerung, durch den Christus in unsere Kirche lebendiges Wasser hinein verströmt. Alle Schwestern und Brüder der Christusbruderschaft sind jeweils in ihrer Christusnachfolge ein Segen, ein Gottesgeschenk für unsere Kirche. Daher  sage ich Dir, liebe Schwester Elise für unsere Kirche: Wir sind dankbar für Deine Selbsthinhabe. Wir sind dankbar für Dich.
-   
Drei Gründe für meine Dankbarkeit nenne ich beispielhaft:
Du bist ein Laetare-Mensch. Du gibst Dich in aller Ernsthaftigkeit hin und Du bist dabei zutiefst fröhlich. Dass diese Hingabe und die innere Freude einander bedingen, wissen nur Kinder Gottes. Deine tiefe, stille Fröhlichkeit ist ansteckend.

Zweitens bist Du – das wissen alle – sehr musikalisch. Du bist musisch sensibel und still, aber nicht introvertiert. Du gestaltest gerne und lässt Deine Gabe hineinfließen in Gemeinschaft.
So hast Du z.B. – sobald die Möglichkeit durch anwesende Bläser und Bläserinnen in den Lektoren und Prädikantenkursen vorhanden war, einen Sponti-Posauenchor zusammengerufen und gleitet zur Freude aller.
Und drittens habe ich da als Bläserin erfahren, dass Du eine ganz besondere Gabe hast, leise zu leiten.
Du brauchst weder laute noch viele Worte, um zu sagen, was gemacht werden muss, was besser werden sollte, was das Ziel ist. Weil Du das so klar und freundlich sagst – selbst die Kritik – folgen Dir alle willig. Auch ich habe mich gerne von Dir leiten lassen.

Gesegnet mit tiefer innerer Freude, Musikalität und Leitungskraft wirst Du den Orden bereichern - und unsere Kirche.

Laetare, dem Aufruf des Sonntags nachzukommen, fällt uns allen heute leicht.
Mögen die Hingabe und Freude sich in Dir, liebe Schwester Elise, stets wechselseitig  stärken – zur Freude Gottes und der Menschen.