Kirchenkreiskirchentag - Politischer Frühschoppen

Begrüßungsworte von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner am Reformationstag 2017

Herzlich willkommen zum Kirchenkreiskirchentag am Reformationstag 2017 in Coburg!
„Ein rechter Christenmensch ist besser und vermag mehr Nutzen zu bringen als alle Menschen auf Erden“, so Luther – natürlich.
Christen können und sollen also der Erde Nutzen bringen. Luther war überzeugt: Christen sollen sich einbringen in die drei so genannten Stände: Kirche, Politik und Wirtschaft. Die Arbeit des Christen in allen drei Bereichen ist „Dienst vor und für Gott“. Lutherische Frömmigkeit ist welthaltig und welterhaltend.
Gläubige Christen – und hier schließe ich die Glaubensgeschwister anderer Kirchen bewusst mit ein - sind aktiver für das Gemeinwesen, weil sie weniger an sich denken. Christen sind befreit von sich für andere.
Auch die Personen auf dem Podium denken bewusst beides zusammen: ihr politisches und ihr kirchliches Engagement.
Ich begrüße unsere vier evangelischen Landessynodalen, die zugleich in politischen Ämtern sind: Peter Meyer, Verena Osgyan und Markus Rinderspacher und Dr. Markus Söder, die durch den Hofer Dekan Günter Saalfrank, der das Podium kompetent moderieren wird, noch gebührlich vorgestellt werden.
Alle hier im Raum werden es mir danken, wenn ich nur noch drei Ehrengäste stellvertretend für alle anderen begrüße:
Ludwig von Lerchenfeld, stellv. Landessynodaler, Kirchenvorstand und Patron zweier Kirchengemeinden sowie Mitglied des Landtags. Auch er verbindet sein Engagement in Politik und Kirche überzeugend miteinander.
Norbert Tessmer, den ich, bevor er Oberbürgermeister wurde, in seinem Amt als Kirchenvorstand kennenlernte.
Und ich begrüße unsere Regierungspräsidentin von Oberfranken Heidrun Piwernetz, die sich binnen Kurzem Vertrauen erwarb. Das liegt auch daran, dass wir bei ihr spüren können, dass sie eine Dienerin des Staates ist, die sich bewusst als katholische Christin vor Gott und Menschen verantwortet. Ich bin dankbar, liebe Frau Regierungspräsidentin Piwernetz für die vielfältige Zusammenarbeit mit Ihnen und für Ihre Worte zu uns heute.
Sie alle begrüße ich zu diesem Politischen Frühschoppen. Auch Sie sind kirchlich und politisch interessiert, sonst wären Sie nicht in diesem Raum.
„Der Weg zum Himmel, ist die Linie eines unteilbaren Punktes: des Gewissens“, so Luther - natürlich.
Luther wusste sein Gewissen durch Christus befreit und geschärft. Für Christen hat Christus Vorrang vor jeder Partei.
Wie Christus und sein Evangelium Ihr Gewissen befreit und geschärft hat - liebe geschätzte Landessynodale im politischen Amt - das interessiert alle hier im Saal.
Eine lebendige, gesegnete Stunde wünsche ich Ihnen.
Frau Regierungspräsidentin, Sie kommen als Erste zu Wort.