Briefe der Regionalbischöfin zum Reformationsfest

Regionalbischöfin Dr. Greiner schreibt seit dem Jahr 2010 im Rahmen der Lutherdekade 2008-2017 an alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden im Kirchenkreis einen Brief zum Reformationsfest.  Hier finden sie alle diese Briefe zum Nachlesen:

Reformationsbrief 2017: Das Lutherjubiläumsjahr 2017

Ab dem 1. Oktober wird der Reformationsbrief in den Gemeinden verteilt. Dann steht er auch hier zum Download zur Verfügung.

Reformationsbrief 2016: Hilfe für Geflüchtete

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Reformationsbrief 2015: Sterbehilfe

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Reformationsbrief 2014: Abendmahl

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Der Reformationsbrief enthält folgende Lutherzitate (hier mit Quellenangabe):

„Kannst du Tag und Nacht im Bierkrug sitzen oder sonst mit guten Gesellen schwätzen und plaudern, singen und schreien und wirst nicht müde noch fühlst die Arbeit, so kannst du ja auch eine Stunde in der Kirche sitzen und zuhören, Gott zu Dienst und Gefallen. Was wolltest du tun, wenn er dich hieße Steine tragen, oder in einem Harnisch wallfahrten gehen? Oder wenn er dir andere schwerere Werke auferlegt, wie man sie uns bisher auferlegt hat? Nun ist es aber der leidige Teufel, der die Leute so verblendet und so satt und überdrüssig macht, daß wir nicht achten, was wir für einen Schatz an dem lieben Wort haben.“
Martin Luther, Summa des christlichen Lebens (1532)
WA 36, 356, 7-17. Zitiert nach Luther deutsch, hg. v. K. Aland, Bd. 6, S. 181

„Sieh zu, dass du den Glauben übest und stärkest, dass, wenn du betrübt bist oder dich dein Sünd treiben, also zum Sakrament gehest oder Mess hörest, dass du begehrest herzlich dieses Sakraments und seiner Bedeutung…“ „Dieweil nun das Werk so groß ist, dass es die Kleinheit unserer Seelen nicht dürft begehren, geschweige denn hoffen oder gewarten, ist es not und gut, dass man vielmals zum Sakrament gehe oder je in der Messe täglich solchen Glauben übe und stärke, daran es alles liegt und um dessentwillen es auch eingesetzt ist.“
Martin Luther, Ein Sermon von dem hochwürdigen Sakrament des heiligen wahren Leichnams Christi und von den Bruderschaften (1519)
WA 2, 738-758; zitiert nach Merz S. 382-398

„Sprichst Du aber: steht doch dabei: ‚so oft ihrs tuet‘; da zwingt er ja niemand, sondern lässets in freier Willkür. Antwort: Ist wahr; es stehet aber nicht da, daß mans nimmermehr tun solle; ja, gerade weil er die worte spricht: ‚so oft ihrs tuet‘, ist dennoch mit einbegriffen, daß mans oft tun soll. … So siehest Du, daß nicht so Freiheit gelassen ist, als möge mans verachten. Denn das nenne ich verachten, wenn man so lange Zeit hingehet und sonst kein Hindernis hat und doch seiner nimmer begehret. Willst Du solche Freiheit haben, so habe gleich noch mehr Freiheit, nämlich daß Du kein Christ seiest und nicht zu glauben noch zu beten brauchtest.“
Martin Luther, Großer Katechismus (1529)
WA 30 I, 228, 12-30 zitiert nach Aland, Luther Deutsch, Bd. 3, S. 137-138

„Ich will allen zum Exempel, die sich warnen lassen wollen, hier meine eigene Erfahrung anzeigen, damit man lerne, welch ein listiger Schalk der Teufel ist. Es ist mir etliche Male widerfahren, daß ich mir vorgenommen habe, auf den oder den Tag zum Sakrament zu gehen. Wenn der Tag gekommen ist, so ist solche Andacht weg gewesen, oder sonst irgendein Hindernis gekommen, oder ich habe mich nicht recht vorbereitet gefühlt, so daß ich sprach: Wohlan, über acht Tage will ichs tun! Der achte Tag fand mich abermals ebenso unvorbereitet und gehindert wie jener. Wohlan, abermals über acht Tage will ichs tun! Von solchen »acht Tagen« hatte ich so viele, daß ich wohl ganz davon abgekommen und nimmermehr zum Sakrament gegangen wäre. Als mir Gott aber die Gnade gab, daß ich des Teufels Büberei merkte, sprach ich: Wollen wir darum wetten, Satan, so habe du ein gutes Jahr mit deiner und meiner Vorbereitetheit! Und ich brach hindurch und ging zum Abendmahl, auch wohl etlichemal ungebeichtet, was ich doch sonst nicht tue, dem Teufel zum Trotz, besonders deshalb, weil ich mir keiner groben Sünde bewußt war.“
Martin Luther, Vermahnung zum Sakrament des Leibes und Blutes Christi (1530)
WA 30 II, 617,34 – 618,8. Zitiert nach Luther Deutsch, hg. v. K. Aland, Bd. 6, 125

„Womit willst du deinen Glauben erwecken? Womit willst du dich zum Danksagen reizen? Willst du warten, bis du es von selbst bekommst oder der Teufel dir Raum dazu gebe oder seine Mutter dich dahin halte? Da wird nimmermehr was draus. Hier an das Sakrament mußt du dich schmiegen und hinzuhalten, da ist ein Feuer, das die Herzen anzünden kann. Da mußt du deine Not und Bedürftigkeit bedenken und die Wohltat deines Heilandes hören und glauben, so wird dir dein Herz anders werden und andere Gedanken fassen.“
Martin Luther, Martin Luther, Vermahnung zum Sakrament des Leibes und Blutes Christi (1530)
WA 30 II, 618, 27-34. Zitiert nach Luther Deutsch, hg. v. K. Aland, Bd. 6, 127

„Es steht aber nichts im Wege, dass auch Kindern das Sakrament des Altars gegeben werden kann.“WA TR I, 157 (Nr. 365)


Reformationsbrief 2013: Pflege

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Reformationsbrief 2012: Exerzitien im Alltag

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Reformationsbrief 2011: Musik

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Reformationsbrief 2010: Lutherdekade

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